Schullandheim und Bildungsstätte 

Haus Hoher Hagen

Montag früh zehn vor acht: 28 Schülerrinnen und Schüler starten  zur Fahrradtour auf den Hohen Hagen. Auf diesem ehemaligen Vulkan steht in 505 m Höhe der 1915 erbaute ehemalige Berggasthof - heute Schullandheim und Bildungsstätte. Fünf Tage werden die Schülerinnen und Schüler der 9.4 einen Trommelworkshop erleben, fernab des gewohnten städtischen Treibens. Darüber hinaus die Natur in dieser außerordentlichen Umgebung genießen, sowie viel Spaß miteinander haben. Unterricht in der Schule kann diese Erlebnisvielfalt, mit Kopf, Herz und Hand zu lernen, oft nicht ermöglichen. Deshalb ist das Haus so beliebt.


 


 

Projektlernen ohne Stundenplan wird deshalb vorzugsweise in unser Schullandheim verlagert. Zumeist für drei Tage fahren Stammgruppen auf den Hohen Hagen, spielen Theater, musizieren, malen, töpfern, schreiben manchmal Lernentwicklungsberichte, informieren sich über Drogenprävention, erleben das Projekt Sexualität oder arbeiten in der Umweltstation zu ökologischen Themen. Unsere großen Schultheater- und Musicalprojekte sowie der  IGS - Zirkus proben hier, und auch Oberstufenkurse finden hier ab und an die Muße zur intensiven Arbeit an ihrem Thema, wie beispielsweise der Werte- und Normenkurs, der die Geschichte der jüdischen Gemeinde im nahegelegenen Ort Dransfeld erforschte und den ehemaligen jüdischen Friedhof zu restaurieren half.


 

Schullandheim und Bildungsstätte - das Konzept:
Während vieler orten Schullandheime durch Krisen in ihrem Fortbestehen bedroht sind, erfreut sich das Haus Hoher Hagen großer Beliebtheit. Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt zum einen in der Dreier-Trägerschaft zweier Schulfördervereine  und eines freien Bildungsträgers. " Pro Gesamtschule", der Eltern - und Fördererverein der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule ( IGS Göttingen - Geismar ), initiierte1981 das Projekt und fand Partner im Göttinger Otto-Hahn-Gymnasium, sowie im "Verein für außerschulische Bildung". Der ehemalige Berggasthof, 1914 erbaut und zu Beginn der achtziger Jahre leer stehend, wurde Anfang 1982 ersteigert und anschließend in vielen Stunden/Tagen/Wochen/Monaten/Jahren zu diesem beeindruckenden Haus ausgebaut. Zuerst nur mit Idealismus und Spenden, Arbeitseinsätzen von Schulklassen, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern. Später auch mit Fördermitteln und professionellem Handwerk.